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Aktuelles von Dr. Sabine Aydt

An den Grenzen der interkulturellen Bildung

Eine Auseinandersetzung mit Scheitern im Kontext von Fremdheit

Interkulturelle Bildung verspricht, das Zusammenleben und -arbeiten und den Bedingungen von Fremdheit und Migration zu erleichtern. Dennoch gibt es unlösbare Konflikte – und mehr Kulturwissen führt oft zu mehr Orientierungslosigkeit. Droht das Scheitern dieses Bildungsansatzes? Kann interkulturelles Lernen Erfahrungen des Scheiterns integrieren?

Zur Reflexion der Praxis habe ich in meinem transdisziplinären Essay “An den Grenzen der interkulturellen Bildung” eine Reihe von Denkmodellen aufgegriffen – vom Schiffbruch über die Tragödie zum Eindringling. Die Auseinandersetzung mit Krisen im Kontext von Fremdheit eröffnet so den Blick auf unerwartete Wege zu einem anderen, spielerischen Ansatz kulturellen Lernens durch Erfahrung im “Übergangsraum” (D.W. Winnicott).

Das Buch erscheint im [transcript] Verlag und ist unter der ISBN 978-3-8376-2872-2 erhältlich.

Rezensionen

»Die Stärke dieser in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Publikation liegt nicht nur in der Suche nach einem neuen Zugang zur Interkulturalität; auch nicht allein darin, dass Sabine Aydt mit Scheitern einen zentralen, jedoch diskreten Aspekt der didaktischen Erfahrung thematisiert. Das Buch bietet zudem eine kompetent und verständlich geschriebene Zusammenfassung von Debatten und Theorieansätzen der letzten 30 Jahre zu Kultur, Interkultur und Migrationsgesellschaft.«
Hakan Gürses, Stimme, 96 (2015)

»Sabine Aydt unternimmt in ihrem Essay über die Grenzen der interkulturellen Bildung das Experiment, Fremdheit auf einem spielerischen Weg des kulturellen Lernens durch Erfahrung zu überwinden, indem sie ihr Scheitern mit verschiedenen Denkmodellen und Elementen des Dramas simuliert. Am Ende des Weges warten nicht Heilung oder Erlösung, sondern die Entdeckung und Entwicklung eines kulturellen Ichs und seiner Beziehungsfähigkeit, welches Fremdheit und Scheitern konstruktiv erfahren und ›sich als Ich in der Welt verhalten kann.«
Tatjana van de Kamp, www.socialnet.de, 23.09.2015

»Dieser Essay bietet eine kritische Reflexion interkultureller Bildung aus der Perspektive einer Praktikerin. Er beschreibt die Erfahrung des Fremdseins, die Angst vor dem Scheitern und das Wagnis, beides kritisch zu durchdenken.«
Oliver Neumann, www.lehrerbibliothek.de, 17.06.2015

Aktueller Artikel

It´s culture, stupid! Erklären, Scheitern und Weiterdenken
Interculture Journal: (Inter-)Kulturalität neu denken!
Bd. 15, Nr. 26 (2016)

“Einen erkenntnistheoretisch weitereichenden Ansatz (Inter-)Kulturalität neu zu denken unternimmt Sabine Aydt in ihrem Beitrag It´s culture, stupid! Erklären, Scheitern und Weiterdenken. Vor dem Hintergrund unzähliger gescheiterter Versuche der Erklärung dessen, was “Kultur” ist, wählt sie das Denken von Kultur und die Reflexion eigener Denkmöglichkeiten als Bezugspunkt kulturwissenschaftlichen Fragens. Sie plädiert für ein “bewegliches” Denken in Modellen sowie dafür, in interkulturalitätsspezifischen Situationen des nicht-Erklären-Könnens und der Unsicherheitserfahren Unfertigkeit einzugestehen und “Weiterdenken” als Handlungsmaxime aufzufassen.”

http://www.interculture-journal.com/index.php/icj/article/view/274

 

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