Focusing Angebote
Online Praxisgruppe: Selbstmitgefühl als Schlüssel im Focusing
Selbstmitgefühl als Schlüssel im Focusing
Inspiriert von Domain Focusing nach Robert Lee
Selbstmitgefühl spielt im Focusing eine zentrale Rolle. Viele Focuser:innen kennen den Kernsatz: „Was da sein darf, kann sich verändern.“ Darin steckt die Focusing Haltung des Dasein Lassens und freundlichen Annehmens. Doch was einfach klingt, ist es oft gar nicht. Vieles kann dem Selbstmitgefühl auch im Weg stehen.
Der Ansatz des Domain Focusing von Robert Lee gibt dem Selbstmitgefühl (Self-empathy) eine bedeutende Rolle und enthält viele Anregungen wie Self-empathy unser Felt Sensing vertiefen kann. In dieser Praxisgruppe wollen wir uns davon inspirieren lassen und die Bedeutung, Facetten und Wirkungsweisen von Selbstmitgefühl praktisch erkunden.
Robert Lee, Domain Focusing
https://focusingnow.com/essential-role-self-empathy-focusing/
Einmal pro Monat, 18:30 -20:30
5 Termine, Februar – Juni 2026:
Di 24.02., Di 24.03., Di 28.04., Di 19.05., Di 23.06.2026
Für: Focuser:innen mit Erfahrung im partnerschaftlichen Focusing zum Dranbleiben und Vertiefen
Teilnahmegebühr:
180,- incl. USt für 5 Abende
Anmeldung bis 16.02.26: kontakt@sabine-aydt.net
Mein Platz in der Welt. Mit Focusing das Mit-ein-ander wahrnehmen und gestalten
in Kooperation mit DAF Die Akademie für Focusing
Unsere Welt wird immer komplexer und das Leben immer beschleunigter. Umso wichtiger ist es, gut verankert zu sein und zu wissen, wo man steht. Viele Menschen spüren den Wunsch, ihren Platz in der Welt zu finden, sei es in einem sozialen Umfeld, im Beruf oder in dem, was dem eigenen Leben Sinn gibt.
Gleichzeitig wollen wir auch Spielraum für Entwicklung. Gesellschaftliche und kulturelle Strukturen weisen uns oft einen Platz zu, der unsere Möglichkeiten vorgibt. Daher brauchen wir auch die Zuversicht, dass wir diesen Platz gestalten können, besonders dann, wenn wir Ausgrenzung oder Ungerechtigkeit erleben. Unser Platz in der Welt entsteht immer im Sein mit anderen.
Focusing bietet einen Zugang … (mehr Info hier bei DAF Focusing Akademie – hinunterscrollen)
Für:
Eingeladen sind sowohl Personen ohne Vorkenntnisse im Focusing als auch Focusing-Erfahrene, die ihre Praxis vertiefen und neue Perspektiven auf soziales und kulturelles Zusammenleben gewinnen möchten.
Seminarzeiten:
Freitag und Samstag 18. und 19. September 2026
10:00 – 13:00 und 15:00 – 18:00
Online Intro: Mittwoch, 16. September 2026, 18:00 – 19:30
Ort: Mauerseglerei, Endresstraße 59c, 1230 Wien
Teilnahmegebühr: 380,- inkl. USt
Anmeldung bis 30.08.2026 bei kontakt@sabine-aydt.net
Für interkulturelle Familien: Selbstmitgefühl lernen – Mit Focusing den Zugang zu den eigenen Ressourcen stärken
Der Alltag von interkulturellen Familien ist vielfältig und bringt viele Aufgaben mit sich, besonders wenn wenig Unterstützung da ist. In diesem Workshop lernen Eltern „Focusing“ kennen – eine Methode der achtsamen Körperwahrnehmung. Sie hilft, Gefühle besser zu verstehen, Stress zu mindern und gut für sich zu sorgen. Die Übungen aus dem Workshop können im Alltag genutzt werden, um eigene Kräfte und die Familien-Resilienz zu stärken.
Termin: 26. Februar 2026, 17 bis 20 Uhr
Ort: Asylkoordination Österreich, 1070 Wien, Burggasse 81/7
Veranstalter: www.verein-fibel.at
Infos und Anmeldung: fibel@verein-fibel.at
Focusing I: Die Kraft des erlebensbezogenen Zuhörens!
Einstiegsseminar Campus Wien Academy
Termine: 21.01.2026, Online 18.00-19.30
23.01.2026, Präsenz 09.00-17.00
Info und Anmeldung Seminar Zuhören
Für: Interessierte ohne Vorkenntnisse oder zum wieder Anknüpfen an Focusing
Focusing II: Selbstmitgefühl in beratenden Berufen
Seminar Campus Wien Academy
Termine: 18.03.2026, Online 18.00-19.30
20.03.2026, Präsenz 09.00-17.00
Info und Anmeldung Seminar Selbstmitgefühl
Für: Interessierte ohne Vorkenntnisse oder zur Vertiefung für Teilnehmer:innen des Seminars I „Die Kraft des erlebensbezogenen Zuhörens“
Internationale Focusing Konferenz Wien 2026
Anlässlich des 100. Geburtstages von Eugene Gendlin (1926 – 2017) wird die internationale Focusing Konferenz in seiner Geburtsstadt Wien abgehalten. Focuser:innen aus aller Welt werden Workshops anbieten und Wegbegleiter:innen von Eugene Gendlin in Podiumsgesprächen über die Geschichte dieses Feldes erzählen.
Termin: 03. – 07. Juni 2026
Angebote auf Anfrage
Focusing Lessons
Lernen Sie Focusing als Selbsthilfemethode in Übungseinheiten alleine oder zu zweit (Focusing Partnerschaft) kennen.
Focusing in der Forschung
Wie kann der Körper als Erkenntnisquelle in den Forschungsprozess einbezogen werden?
Erleben und Erzählen
Erzählungen und Emotionen zum Überreichtum
Ein erfahrungsorienterter Workshop zur Stärkung der Handlungsfähigkeit
Seminar der Akademie für Gemeinwohl
gemeinsam mit Dr.in Katharina Novy
Überreichtum ist in aller Munde – er gefährdet unsere freie Gesellschaft, Demokratie und Menschenrechte. Was tun?
Spätestens am Beispiel des offenen Zusammenwirkens von Donald Trump, den Tech-Milliardären, der fossilen Industrie und Medien-Oligarchen wird klar, in welchem Ausmaß die Macht von Superreichen Demokratie und Menschenrechte gefährdet.
Dennoch gibt es auch in Österreich so wenig Unterstützung dafür, Überreichtum zu beschränken und Parteien können kaum mit dem Versprechen von vermögensbezogenen Steuern punkten.
Mit erfahrungsorientierten Methoden gehen wir der Frage nach, welche Narrative und welche Gefühle dazu führen, dass Ungleichheit akzeptiert bzw. ihr wenig entgegengesetzt wird. Im Austausch suchen wir gemeinsam nach neuen Haltungen und Handlungsmöglichkeiten.
Termin: 09.01.2026, 10:00 – 18:00
Anmeldung: hier
Veranstalter: Akademie für Gemeinwohl
Gefördert durch die Österreichische Gesellschaft für politische Bildung
Kriegsenkel auf den Spuren der Vergangenheit
Biografische und familienbiografische Erfahrungen zur Sprache bringen
Seminar im Kardinal König Haus, Wien
gemeinsam mit Dr.in Katharina Novy
In diesem Workshop wollen wir uns den Phänomenen des Redens und Schweigens über Krieg und Nationalsozialismus und deren Folgen auf mehreren Wegen annähern: Biografiearbeit ermöglicht das vertrauensvolle Erinnern, Erzählen und Zuhören. Dabei bleibt die Erfahrung kein rein individuelles, psychologisches Phänomen, sondern wird auch als gesellschaftlich relevantesThema behandelt. Das bringt persönliche und gesellschaftspolitische Einsichten – und kann entlasten! Durch die Arbeit mit dem Felt Sense (nach Gendlin: Focusing) wird ein Raum geschaffen, um auch bereits gespürte, aber noch nicht in Worten fassbare Haltungen und Erfahrungen anzuerkennen und behutsam zur Sprache zu bringen. Ergänzende historische und theoretische Inputs sollen bei der Einordnung helfen.
Termin: 20.01.2026
Gefördert durch die Österreichische Gesellschaft für politische Bildung
Ressourcen
Rezension Judith Kohlenberger: Migrationspanik
Rezension Franziska Schutzbach: Revolution der Verbundenheit
Rezension Götz Aly: Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933-1945
Konferenzbericht/Conference report: Focusing transkulturell
Veröffentlichungen
Aydt, Sabine (2025): Interaction first – Die Synergie zwischen transkulturellem Lernen und Focusing.
In: Interculture Journal. Special Issue (2025: 41): Embracing a Relational Paradigm to Navigate Cultural Complexity. S. 53-61.
English version: Interaction first – The Synergy between Transcultural Learning and Focusing
Aydt, Sabine (2023): Co-Creation of Meaning Through Experiencing: How to Transform an Alienating Situation into a Situation of Belonging
In: Bauman Montecinos, Julika/Grünfelder, Tobias/Wieland Josef (Ed.): A Relational View on Cultural Complexity. Implications for Theory and Practice. Springer Verlag. S. 215 – 230
Aydt, Sabine, Novy Katharina (2023): Frauenleben – Verständigung und Ermutigung in kulturell heterogenen Erzählworkshops.
In: Gert Dressel, Johanna Kohn, Jessica Schnelle (Hrsg.): Erzählcafés: Einblicke in Praxis und Theorie. Beltz Juventa: Weinheim Basel?, S. 88-99
Aydt, Sabine, Novy Katharina (2021): Lernen für die Zukunft – und welche Rolle die beiden Gehirnhälften dabei spielen
In: Treffpunkt 21 – 1, Programmzeitschrift Kardinal König Haus, Themenschwerpunkt: Wie lernen wir?, S. 4-5
Aydt, Sabine (2020): “Es ist ungewohnt, sich den Bereich ohne Worte wirklich zum Zuhause zu machen.” Reflexionen über meine Weiterbildung zur Focusing-Trainerin
In: Focusing Journal, Zeitschrift für eine Kultur der Achtsamkeit, Heft 45/2020, S. 17
Aydt, Sabine, Novy Katharina (2018): Szenen vom Begegnen und Befremden. Potenzial und Grenzen eines aktionsorientierten Weiterbildungsangebots.
In: Nadia El-Ajahi, Silvia Kronberger, Manfred Oberlechner, unter Mitarbeit von Felicitas Speer: FREMD ist die FREMDE nur in der FREMDE*. Wien, Innsbruck, Bozen: StudienVerlag, S. 231-244
Aydt, Sabine (2016): It´s culture, stupid! Erklären, Scheitern und Weiterdenken
In: Interculture Journal: (Inter-)Kulturalität neu denken! Bd. 15, Nr. 26 (2016)
“Einen erkenntnistheoretisch weitereichenden Ansatz (Inter-)Kulturalität neu zu denken unternimmt Sabine Aydt in ihrem Beitrag It´s culture, stupid! Erklären, Scheitern und Weiterdenken. Vor dem Hintergrund unzähliger gescheiterter Versuche der Erklärung dessen, was “Kultur” ist, wählt sie das Denken von Kultur und die Reflexion eigener Denkmöglichkeiten als Bezugspunkt kulturwissenschaftlichen Fragens. Sie plädiert für ein “bewegliches” Denken in Modellen sowie dafür, in interkulturalitätsspezifischen Situationen des nicht-Erklären-Könnens und der Unsicherheitserfahren Unfertigkeit einzugestehen und “Weiterdenken” als Handlungsmaxime aufzufassen.”
Aydt, Sabine (2015): An den Grenzen der interkulturellen Bildung. Eine Auseinandersetzung mit Scheitern im Kontext von Fremdheit
Interkulturelle Bildung verspricht, das Zusammenleben und -arbeiten und den Bedingungen von Fremdheit und Migration zu erleichtern. Dennoch gibt es unlösbare Konflikte – und mehr Kulturwissen führt oft zu mehr Orientierungslosigkeit. Droht das Scheitern dieses Bildungsansatzes? Kann interkulturelles Lernen Erfahrungen des Scheiterns integrieren?
Zur Reflexion der Praxis habe ich in meinem transdisziplinären Essay “An den Grenzen der interkulturellen Bildung” eine Reihe von Denkmodellen aufgegriffen – vom Schiffbruch über die Tragödie zum Eindringling. Die Auseinandersetzung mit Krisen im Kontext von Fremdheit eröffnet so den Blick auf unerwartete Wege zu einem anderen, spielerischen Ansatz kulturellen Lernens durch Erfahrung im “Übergangsraum” (D.W. Winnicott).
Das Buch erscheint im [transcript] Verlag und ist unter der ISBN 978-3-8376-2872-2 erhältlich.

Rezensionen
»Die Stärke dieser in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Publikation liegt nicht nur in der Suche nach einem neuen Zugang zur Interkulturalität; auch nicht allein darin, dass Sabine Aydt mit Scheitern einen zentralen, jedoch diskreten Aspekt der didaktischen Erfahrung thematisiert. Das Buch bietet zudem eine kompetent und verständlich geschriebene Zusammenfassung von Debatten und Theorieansätzen der letzten 30 Jahre zu Kultur, Interkultur und Migrationsgesellschaft.«
Hakan Gürses, Stimme, 96 (2015)
»Sabine Aydt unternimmt in ihrem Essay über die Grenzen der interkulturellen Bildung das Experiment, Fremdheit auf einem spielerischen Weg des kulturellen Lernens durch Erfahrung zu überwinden, indem sie ihr Scheitern mit verschiedenen Denkmodellen und Elementen des Dramas simuliert. Am Ende des Weges warten nicht Heilung oder Erlösung, sondern die Entdeckung und Entwicklung eines kulturellen Ichs und seiner Beziehungsfähigkeit, welches Fremdheit und Scheitern konstruktiv erfahren und ›sich als Ich in der Welt verhalten kann.«
Tatjana van de Kamp, www.socialnet.de, 23.09.2015
»Dieser Essay bietet eine kritische Reflexion interkultureller Bildung aus der Perspektive einer Praktikerin. Er beschreibt die Erfahrung des Fremdseins, die Angst vor dem Scheitern und das Wagnis, beides kritisch zu durchdenken.«
Oliver Neumann, www.lehrerbibliothek.de, 17.06.2015